Südkoreas Wirtschaftszentrum im Fokus

Traditionelle Gepflogenheiten und moderner Lifestyle: Seoul hat viele Gesichter und war im Laufe der Geschichte unter zahlreichen Namen bekannt. Der heutige Name Seoul soll vom koreanischen Wort für die Hauptstadt, Seoraneol, abstammen. Mit einer Bevölkerungszahl von knapp zehn Millionen Einwohnern gilt Seoul als Weltstadt und Zentrum der südkoreanischen Wirtschaft, Kultur und Politik – und ist die zweitgrößte Metropole der Welt.

Seoul liegt im nordwestlichen Teil von Südkorea. Die Seoul Capital Area erstreckt sich über 605 Quadratkilometer und liegt durchschnittlich nur knapp 86 Meter über dem Meeresspiegel. Die Stadt wird durch den Hangang-Fluss in zwei Hälften geteilt, der früher als Handelsroute nach China diente und der Stadt im Laufe ihrer Geschichte zum Wachstum verhalf. Der Fluss wird heute jedoch nicht mehr für die Schifffahrt genutzt, da sich seine Mündung an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea befindet. Seoul ist von mehreren Bergen umgeben, aber die Stadt selbst ist relativ flach, da sie in der Flussebene liegt.

Das sollten Besucher über Bevölkerung und Klima wissen

Aufgrund der sehr hohen Bevölkerungszahl und der relativ kleinen Fläche ist Seoul für seine Bevölkerungsdichte bekannt, die bei ca. 16.530 Menschen pro Quadratkilometer liegt. Folglich besteht ein großer Teil der Stadt aus dichten Hochhaussiedlungen. Die meisten Einwohner Seouls sind koreanischer Abstammung, abgesehen von einigen kleineren Gruppen von Chinesen und Japanern.

Das Klima von Seoul schwankt zwischen feucht-subtropisch und feucht-kontinental, da die Stadt auf der Grenze dieser beiden Klimazonen liegt. Die Sommer sind heiß und feucht und der ostasiatische Monsun hat in diesem Zeitraum einen starken Einfluss auf das Wetter in der Stadt. Die Winter sind dagegen meist kalt und trocken, wobei es in der Regel viel schneit. Dennoch braucht der geübte Tourist keine allzu wetterfeste Kleidung: Die durchschnittliche Tiefsttemperatur im Januar liegt in Seoul bei –6 Grad Celsius und die durchschnittliche Höchsttemperatur im August bei 29,5 Grad Celsius.

Seouls Superlative – von Wirtschaft bis Finanzen

Als eine der größten Metropolen der Welt ist Seoul der Hauptsitz vieler internationaler Unternehmen wie Samsung, LG, Hyundai und Kia. Außerdem entstehen hier über 20 Prozent des südkoreanischen Bruttoinlandsprodukts. Neben den großen internationalen Unternehmen konzentriert sich die Wirtschaft Seouls auf den Tourismus, das Baugewerbe und die Industrie. Die Stadt ist auch für ihre Einkaufsmöglichkeiten und den Dongdaemun Market (DDM) bekannt, Südkoreas größtem Markt.

Fertigung ist eines der wichtigsten Gewerbe der Stadt. Die Informationstechnologie und die Elektronikindustrie haben traditionelle Standbeine wie die Herstellung von Textilien und Kleidung, Maschinen sowie Chemikalien abgelöst. Gleichzeitig sind auch die Lebensmittelverarbeitung, die Getränkeherstellung oder das Verlags- und Druckgewerbe bedeutende Wirtschaftstreiber.

Der Dienstleistungssektor beschäftigt den größten Teil der Arbeitskräfte im Finanzzentrum Südkoreas und ist Schauplatz vieler jährlicher Handelsmessen. Zu den wichtigsten Arbeitgebern gehören die zahlreichen multinationalen Unternehmen und Handelskonzerne, die ihren Hauptsitz in Seoul haben, sowie Finanz- und Versicherungsunternehmen oder freiberufliche und geschäftliche Dienstleistungsunternehmen. Die Hauptsitze der großen Börsen und Banken befinden sich im nördlichen und südlichen Stadtzentrum sowie auf der Insel Yŏŭi.

Sehenswerte Ausflugsziele der Millionenstadt

Von umfassenden Einkaufsmeilen bis hin zu eindrucksvollen Bauwerken: Als Großstadt hat Seoul eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, die es wert sind, besichtigt zu werden. Bei so viel Auswahl kann es schwierig sein, sich zu entscheiden. Die folgenden Ausflugsziele sollte jedoch niemand verpassen, der die Millionenstadt besucht:

Natur und Kultur in Seoul

Der Gyeongbokgung-Palast war der erste und größte der während der Joseon-Dynastie errichteten Königspaläste. Der 1395 erbaute Palast befand sich im Herzen der neu ernannten Hauptstadt Seoul, die damals noch den Namen Hanyang trug. Er soll die Souveränität der Joseon-Dynastie repräsentieren.

Der Hangang-Fluss ist das wichtigste Wahrzeichen der Stadt und trennt den Norden vom Süden. An beiden Ufern finden sich Parks und Freizeiteinrichtungen und er ist der ideale Ort, um Fahrräder zu mieten, eine Bootsfahrt auf dem Fluss zu unternehmen oder sich in den warmen Sommermonaten in den öffentlichen Schwimmbädern abzukühlen.

Der N Seoul entstand 1969 als erster integrierter Sendeturm Koreas, der Fernseh- und Radiosendungen über der Hauptstadt ausstrahlt. Seit der Eröffnung im Jahr 1980 gilt er als eines der beliebtesten Wahrzeichen von Seoul. Zu den Hauptattraktionen des Turms gehören mehrfarbige digitale Kunstwerke, die nachts auf den Turm projiziert werden, ein digitales Observatorium, eine Dachterrasse, das HanCook-Restaurant, das n.Grill-Restaurant und die Haneul (Sky) Toilette.

Wer lokalen und kulturellen Charme sucht, wird in Insa-dong fündig. Das malerische Viertel im Zentrum Seouls versetzt seine Besucher in eine Zeit zurück, in der Frauen noch traditionelle Kleider (Hanbok) trugen und die Männer auf Pferden ritten. Mit seinen hölzernen Teehäusern, typisch koreanischen Restaurants, Boutique-Galerien und Straßenhändlern ist ein Spaziergang durch Insa-dong ein Muss für alle Touristen. Vor allem sonntags, wenn die Straßen verkehrsfrei und voll von Straßenmusikern sowie Besuchern sind. Insa-dong ist nicht nur ein kostenloses Vergnügungsviertel, sondern auch einer der besten Orte in Seoul, um traditionelle koreanische Kunst, Produkte und andere Souvenirs in den verschiedenen Antiquitäten-, Schreibwaren- und Kunsthandwerksläden zu kaufen.

Die größte unterirdische Mall Asiens findet sich im Stadtteil Gangnam. Für Shopaholics und Fashionistas bietet das COEX-Einkaufszentrum Hunderte von Bekleidungs- und Accessoiresgeschäften, die sowohl einheimische als auch internationale Marken sowie Designer- und Luxusmarken führen. Für das leibliche Wohl sorgen die vielen Restaurants und Cafés, die es hier gibt. Weitere beliebte Attraktionen des Einkaufszentrums sind das Kimchi-Museum, das Megabox-Cineplex-Kino, das COEX-Aquarium, der Asem Plaza und der Event Court, auf dem jede Woche verschiedene Aufführungen und spannende Veranstaltungen stattfinden.

Als Seouls internationales Viertel ist Itaewon besonders für das Angebot westlicher Speisen bekannt, die in Korea nicht weit verbreitet sind, beispielsweise aus Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Indien, Italien, Portugal, Spanien, der Türkei, Mexiko, Amerika und Kanada. Im Wesentlichen ist es als „Internationaler Bezirk“ oder manchmal als „Western Town“ bekannt und bildet den Gegenpol zu den typischen „Chinatowns“ der westlichen Länder. Itaewon ist zusammen mit Vierteln und Attraktionen wie Hongdae, Insa-dong und Seoul Tower einer der beliebtesten Orte in Seoul für Touristen. Hier befinden sich große Hotels wie das Grand Hyatt Seoul und das Hamilton Hotel, das Wahrzeichen der Stadt, sowie mehrere kleinere Hotels und Pensionen. Die Dutzenden Geschäfte richten sich primär an Touristen und bieten eine Vielzahl von Souvenirs an. Doch auch hochwertige Lederwaren verkaufen die Händler zu vernünftigen Preisen im Einzelhandel oder auf Bestellung hergestellt – üblicherweise muss trotzdem ein wenig gefeilscht werden.

Gyeongbokgung-Palast

Hangang-Fluss

Namsan Seoul Tower

Insa-dong

The COEX Shopping Mall

Itaewon

Die fünf besten traditionellen koreanischen Gerichte

Nach einer ausgiebigen Radtour am Hangang-Fluss darf natürlich eine Stärkung nicht fehlen. Variation beweist Seoul glücklicherweise nicht nur bei der Fülle an Attraktionen, sodass auch Feinschmecker in der Metropole auf ihre Kosten kommen. Sieben der typischen südkoreanischen Spezialitäten stellen wir in einem kurzen Überblick vor:

  • Koreanische Suppe: Koreanische Suppen sind variationsreich, geschmacksintensiv und sehr nahrhaft. Drei der beliebtesten Suppenarten sind Doenjang Jjigae (Eintopf aus koreanischer Sojabohnenpaste), Kimchi-Suppe (Suppe auf Kimchi-Basis mit Gemüse und in Scheiben geschnittenem Tofu) und Sundubu (würzige, weiche Tofusuppe, noch kochend und mit einem rohen Ei an der Seite serviert).
  • Koreanisches BBQ: Auch wenn koreanische BBQ-Lokale heutzutage leicht zu finden sind, ist das Konzept des Fleischkonsums für die Südkoreaner relativ neu. In der Vergangenheit war Fleisch ein Luxusgut, sodass die Koreaner erst im 20. Jahrhundert begannen, mehr Fleisch zu essen. Das führte zur Popularisierung des koreanischen BBQ und der Verbreitung von dementsprechenden Lokalen in Seoul.
  • Dak Galbi: Dak Galbi ist eine lokale Spezialität aus der Stadt Chuncheon, die sich auch in Seoul wiederfindet. Das Gericht besteht aus Hühnerfleisch, Reiskuchen und Gemüse, die zusammen mit Gochujang, koreanischer Chilipaste, in einer großen Pfanne gebraten werden.
  • Makgeolli: Makgeolli ist süßer Reiswein mit sechs bis acht Prozent Alkoholgehalt. Er ist leicht im Genuss, aber dennoch ziemlich stark – ein gefährliches Getränk für Leichtgewichte.
  • Kalguksu: Kalguksu ist eine traditionelle koreanische Nudelsuppe, bei der die Nudeln oft aus Weizenmehl handgefertigt und mit Messern geschnitten werden. Die Kalguksu-Nudel ist sehr unscheinbar und sieht recht einfach aus, hat es aber in sich! Die handgemachten Nudeln haben die perfekte glitschige, federnde Textur. Die Brühe selbst ist sehr würzig und geschmackvoll.

Zuverlässige und effiziente logistische Vorteile

Die wirtschaftliche Tragkraft, die hohe Einwohnerzahl und die guten Umschlagspunkte für Luftfracht machen Südkorea – und vor allem Seoul – zum attraktiven Ziel für Unternehmen aus aller Welt. Auch der Logistikdienstleister Rhenus aus Deutschland ist in Seoul aktiv: Das Unternehmen verbindet die Stärken südkoreanischer Gastfreundschaft und Tradition nahtlos mit der deutschen Unternehmenskultur. Rhenus Südkorea vereint die Zuverlässigkeit der Luftfracht und die Kosteneffizienz der Konsolidierung. Die Pünktlichkeit der festgelegten Liefertermine stellt der Dienstleister durch transparente Beziehungen mit erfahrenen Geschäftspartnern und proaktiven Maßnahmen an Start- und Zielort sicher.

 

Und was können wir für Sie tun?

Rhenus South Korea verfügt über lokales Know-how sowie ein starkes internationales Netzwerk und bietet damit eine breite Palette von Logistikdienstleistungen und -vorteilen.

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